Back to top
Aquarelle (pleurotus phosphoreus) de Jean-Henri Fabre © DR

Aquarelle

Eines der vielen Talente von Fabre war die Aquarellmalerei. Der Naturforscher malte 700 ebenso präzise wie zarte Aquarelle von Pilzen.

Dieser Schatz wurde von der Zentralbibliothek des Musée du Jardin des Plantes in Paris restauriert, nachdem er 1955 von seinem Enkel auf dem Dachboden des Harmas entdeckt worden war. Ironischerweise hatte Fabre Angst gehabt, dass seine Erben sich nach seinem Tod davon trennen würden.

In der Bibliothek sind heute mehr als 600 dieser Werke bewahrt.

Aquarelle de Jean Henri-Fabre © MNHN
Aquarelle de Jean Henri-Fabre © MNHN
Aquarelle (pleurotus phosphoreus) de Jean-Henri Fabre © DR
Aquarelle de Jean Henri-Fabre © MNHN
Aquarelle de Jean Henri-Fabre © MNHN

„In Sérignan, meiner letzten Etappe, haben mich [die Pilze] verführt, die so zahlreich auf den benachbarten Hügeln zwischen Steineichen, Erdbeerbäumen und Rosmarinsträuchern wachsen. In den letzten Jahren hat mich dieser Reichtum zu einem törichten Projekt inspiriert: die Dinge in Form von Bildern zu sammeln, die ich in einem Herbarium nicht konservieren kann. Ich fing an, alle Arten meiner Nachbarschaft in ihrer natürlichen Größe zu malen, vom größten bis zum geringsten. Die Kunst des Aquarells ist mir unbekannt. Egal; was ich noch nie praktizieren konnte, werde ich erfinden, zuerst mehr schlecht als recht, dann ein wenig besser, dann gut. Der Pinsel wird eine Abwechslung zur alltäglichen Prosa sein. Jetzt [...] bin ich im Besitz einiger hundert Blätter, auf denen die verschiedenen Pilze der Umgebung mit in natürlichen Größe und Farbe dargestellt sind. Meine Sammlung hat einen gewissen Wert. Auch wenn ihr der künstlerische Ausdruck fehlt, so hat sie zumindest den Vorzug der Genauigkeit [...]. “

Entomologische Erinnerungen, 10. Serie, Paris, Delagrave, 1925, S. 320-321.