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Le mas, Harmas de Fabre © DR - MNHN

Ein Labor unter freiem Himmel

Jean-Henri Fabre (*1823), ein großer Wissenschaftler und leidenschaftlicher Naturforscher, der vor allem für seine Beobachtungen zu Insekten und Pflanzen berühmt wurde, lebte 36 Jahre in diesem Haus. Das Anwesen, ein Bauernhaus inmitten eines ein Hektar großen Gartens, war gleichzeitig „Freiluftlabor“ und Heim für die Familie. Seine kostbaren Sammlungen – Muscheln, Fossilien, Mineralien, Herbarien, Aquarelle, Bücher, Drucke und Manuskripte – und ein Teil des Mobiliars sind dort zu sehen. Der perfekte Ort, um in die Naturwissenschaften des 19. Jahrhunderts einzutauchen.

Le mas de l'Harmas © DR
Le mas, Harmas de Fabre © Philippe Gromel - MNHN

Im Jahr 1879 erwarb Fabre ein Grundstück von einem Hektar Größe in Sérignan du Comtat: den Harmas. Dort lebte er bis zu seinem Tod 1915.

Das Gutshaus wurde zwischen 1842 und 1843 von Xavier de Dianous erbaut und an seinen Sohn Alexandre weitergegeben. Nach dessen Tod fiel das Anwesen an seine Schwester und seine Brüder, blieb jedoch 16 Jahre lang unbewohnt, bevor es von der Familie Fabre für 7 200 Francs erworben wurde. Den Namen Harmas, vom Okzitanischen ermàs für „Brachland“, erhielt es aufgrund dieser 16 Jahre, in denen das Anwesen unbewohnt war.

Das Nationale Naturwissenschaftliche Museum kaufte dieses Gut per Niederschrift vom 14. Juli 1922 von den Nachkommen der Familie Fabre.

Der Harmas steht seit 1998 unter Denkmalschutz und wurde nach einer teilweisen Restaurierung im Mai 2006 wiedereröffnet. Es trägt seit 2011 den Titel „Maison des Illustres“ und verzeichnet in den letzten Jahren einen stetigen Besucherzuwachs.

Eine neue Restaurierungsphase mit der Schaffung eines Raums für die Aquarelle, der Renovierung der zentralen Treppe des Hauses und der Restaurierung der Fassadenornamente ging 2015 zu Ende.

Jean-Henri Fabre © DR - MNHN

Jean-Henri Fabre © DR